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Der Energieausweis für Immobilien

Was ist ein Energieausweis?

Der Energieausweis für ein Haus oder eine Wohnung ist ein übersichtliches Dokument, welches eine energetische Bewertung der Immobilien ermöglicht. Anhand dieses Dokumentes lassen sich Gebäude in Bezug auf ihre Energieeffizienz leichter miteinander vergleichen und der Energieverbrauch besser einschätzen. Die Energieeffizienz bei Häusern wird ähnlich wie bei elektrischen Geräten über eine Farbskala auf dem Energieausweis dargestellt. Sie startet im grünen Bereich bei der Energieklasse A+ und geht bis zum roten Bereich für die Energieklasse H.

Wer braucht einen Energieausweis?

Der Besitz des Energieausweises ist seit dem Jahre 2008 Pflicht. Die Energieeinsparverordnung legt dabei die jeweiligen Anforderungen an das Gebäude fest. Bei Vermietung oder Verkauf muss der Energieausweis ungefragt vorgelegt werden. Sollte dies nicht geschehen, so kann das ein Bußgeld von bis zu 15.000 € nach sich ziehen. Ausnahmen bilden hier nur denkmalgeschützte Gebäude. In der Praxis ist allerdings zu beobachten, dass noch immer zahlreiche Vermieter den Energieausweis nicht wie vom Gesetzgeber verlangt, vorlegen.

Was steht im Energieausweis?

Im Energieausweis befinden sich die allgemeinen Angaben zum Gebäude, außerdem die Kennwerte für den Energieverbrauch sowie weitere Verbrauchswerte für den Energiebedarf. Des Weiteren findet man die Energieeffizienzklasse des Gebäudes und die Erläuterungen zu den Berechnungsverfahren. Im Anhang werden vorgeschlagene Verbesserungen aufgeführt, die das Gebäude energetischer gestalten sollen.

Wer darf einen Energieausweis ausstellen?

Der Energieausweis zeigt transparent die Energieeffizienz eines Gebäudes und darf nur von Personen mit besonderen Qualifikationen ausgestellt werden. Zu diesen zählen spezielle Aus- und Weiterbildungen wie z.B. eine Zusatzausbildung zum IHK-Energieberater sowie eine langjährige Berufspraxis. Im Gebäudeenergiegesetz GEG sind die Voraussetzungen für die Aussteller von Energieausweisen vorgegeben. Trotzdem gelingt es noch immer unseriösen Anbietern, Verbrauchern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Eine schriftliche Bestätigung über die Genehmigung zur Ausstellung von Energieausweisen ist einn Hinweis auf Seriosität. Jedoch reicht hier die formale Zulassung noch nichts über die Qualität der Arbeit aus. Ein Vergleich von Angeboten und Konditionen ist daher ratsam.

Worin liegt der Unterschied zwischen Bedarfsausweis und Verbrauchsausweis?

Den Energieausweis gibt es in 2 Varianten, als Bedarfsausweis und Verbrauchsausweis. Beide Varianten sind jeweils 10 Jahre gültig. Beim Bedarfsausweis wird der theoretische Energiebedarf des Gebäudes ermittelt. Dabei fließt das Alter des Gebäudes, die Anzahl und Art der Fenster, Dämmung und der Heiztechnik in die Berechnung ein. Ist eine Begehung vor Ort nötig, um die Daten für den Bedarfsausweis zu ermitteln, kann die Erstellung des Bedarfsausweises einige hundert Euro kosten. Beim Verbrauchsausweis werden die Daten der letzten 3 Jahre zur Energiebedarfsermittlung herangezogen. Das Nutzerverhalten spielt eine große Rolle beim Verbrauchsausweis. Über den Zustand des Gebäudes sagt jedoch kein Energieausweis etwas aus.

Den verbrauchsorientierten Energieausweis erhalten Immobilienbesitzer beim Energieversorger. Er stellt den tatsächlichen Energieverbrauch dar und wird im Falle von Verkauf oder Vermietung erforderlich.

Beim bedarfsorientierten Energieausweis greifen die Vorgaben hinsichtlich der Qualifizierung des Ausstellers, denn er ist umfangreicher und damit auch aussagekräftiger. Für Besitzer von Neubauten gibt es noch keine Verbrauchsdaten, daher kann hier nur der Bedarfsausweis zum Tragen kommen. Zuständig für die Ausstellung ist der Bauherr oder der Eigentümer des Neubaus. Es gehört zu den gesetzlichen Pflichten, den Energieausweis an Käufer oder neuen Eigentümer zu übergeben.

Für die Bestandsimmobilien muss der Verkäufer dem potenziellen Käufer spätestens bei der Besichtigung den Energieausweis vorlegen. (Kopie reicht zu diesem Zeitpunkt aus) Wichtig zu beachten ist hier, dass Eigentümer den Ausweis nicht mehr nur auf Verlangen vorlegen müssen.

Bei einem bedarfsorientierten Energieausweis kommen die Regelungen der Vorgaben über die Qualifizierung des Ausstellers ins Spiel. Gemäß den vorliegenden Regelungen sind in der Regel Architekten, Ingenieure, Handwerker oder auch Schornsteinfeger dazu befähigt. Dies ist jedoch im Einzelfall wie oben beschrieben zu prüfen. Der Bedarfsausweis kann beispielsweise vor Modernisierungsarbeiten für ältere Gebäude oder bei Mehrfamilienhäusern notwendig sein. Möchten Mieter Einsicht in den Energieausweis nehmen, dann ist der Hausverwalter in der Regel der richtige Ansprechpartner.

Extra-Tipp: Die Zusatzausbildung IHK-Energieberater ist geschützt. Anbieter mit diesem Nachweis dürfen auf jeden Fall einen Energieausweis ausstellen.