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Wandsteine für dezentrale Wohnraumlüftung

Bei einer dezentralen Lüftungsanlage werden Räume und Gebäude mit frischer Luft durch ein System versorgt, bei dem Lüftungsgeräte paarweise auf verschiedensten Positionen innerhalb einer Wohneinheit aufgeteilt sind.

Vor allem bei Sanierungen muss eine Kernlochbohrung für die Öffnung in einer bestehenden Wand sorgen. Die sogenannten Durchlässe, die entstehen, sind dann für die Wandeinbauhülsen vorgesehen, die dann in die Durchlässe eingeschäumt werden. Der Wärmespeicher mitsamt Ventilator wird an diesem System zum Schluss außen eingesetzt und mit der Fassadenblende versehen.

Kernlochbohrung entfällt – Wandsteine sparen Zeit und Kosten

Die Integration der Lüfter in die Außenwand bedarf auch bei Neubauten einer sogenannten Kernbohrung, denn erst wird die Wand komplett gemauert und danach die Lüftungsanlage eingebaut. Die Kernbohrung, auch als Kernlochbohrung bezeichnet, ist ein aufwendiges Verfahren, bei dem spezielles Werkzeug wie ein Kernlochbohrer mit rundem Aufsatz benötigt wird.

Ein deutlich kostengünstigeres Verfahren ist der Einbau eines sogenannten Wandsteins, welcher im Inneren bereits eine passende Öffnung für das Lüftungssystem enthält. Der Wandstein besteht in der Regel aus sogenanntem EPS, auch bekannt als expandiertes Polystyrol. Im Handel ist das Material unter der gängigen Bezeichnung Styropor zu finden und gehört zur Baustoffklasse der Schaumstoffe. Im Handel finden sich Wandsteine für Lüftungsanlagen auch häufig unter dem Begriff der Einbauhilfe fürs Mauerwerk.

Wandsteine als Einbauhilfe fürs Mauerwerk

Um den Wohnraum effektiv mit Frischluft zu versorgen, bedient sich die dezentrale Lüftungsanlage der Durchströmung, auch als Querlüftung bekannten Methoden. Hier werden Lüfter paarweise im Raum platziert. Sie besitzen eine Überströmöffnung und tauschen darüber die Luft aus. Das Lüftungsgerät ändert dafür über ein festgelegtes Intervall die Strömungsrichtung. Bekannt ist dieses System auch als Push/Pull-Prinzip.

Die Wandeinbauhülse kommt in den Wandstein, der bestimmte bautechnische Vorgaben wie beispielsweise denen des Brandschutzes entsprechen muss. Die Wandeinbauhülse sitzt rund oder eckig direkt in der Außenwand und nimmt den Wärmespeicher, den Ventilator und ggf. weitere Zubehörteile auf. Dazu können gehören ebenfalls Filtersysteme für Allergiker sowie Schallschutzmaßnahmen.

Bautechnische Vorgaben für Wandsteine müssen der Brandschutzklasse B1 „schwer entflammbar“ entsprechen und sowohl Innen und Außen bündig mit der Rohbauwand abschließen. Das Kürzen des Wandsteins ist problemlos möglich. Der EPS-Kern kann nach Fertigstellung der Wand entfernt werden. Das Material dient lediglich zur Stabilisierung der Bohrung und sollte erst unmittelbar vor dem Einsetzen bzw. dem Einbau der Wandeinbauhülse aus dem Wandstein genommen werden. Der Mindestabstand zur Decke und zur Wand muss beim Einbau gemäß den Vorgaben des Herstellers eingehalten werden.

Wozu sind Wandsteine nicht geeignet? 

Wandsteine mit EPS-Kern sind nicht für Beton Verguss geeignet und können keine tragende Rolle übernehmen. Auch die Ständerbauweise ist bei diesen Wandsteinen nicht vorgesehen.