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Wohnraumlüftung im neuen Eigenheim – das sollten Sie wissen

In Zeiten zunehmend energieeffizienter Bauweise gilt es ein besonderes Augenmerk auf die Belüftung von Wohnräumen zu legen. Ein ausreichender Austausch zwischen verbrauchter und frischer Luft ist mit dem heutigen Hausbau nicht mehr in der Form gewährleistet, wie es beispielsweise vor 15 bis 20 Jahren war.

In älteren Gebäuden sind nach wie vor gewollte Undichtigkeiten in Fenstern, Türen und Mauerwerk vorhanden. Sie unterstützen den notwendigen Luftwechsel. Doch geht hierbei ein Großteil der Wärmeenergie verloren. Um dem entgegenzuwirken, sind Baumaterialien und Bauweisen dahingehend angepasst worden. Das regelmäßige Öffnen und Schließen von Fenstern ist für den Luftaustausch seitdem unabdingbar.

Eine kontrollierte Wohnraumlüftung nimmt Ihnen diese Notwendigkeit ab. Sie sorgt unter anderem für ein gesundes Raumklima und spart Geld. Welche weiteren Vorteile eine solche Art der Lüftung hat, welche verschiedenen Varianten es gibt und wann der nachträgliche Einbau einer Wohnraumlüftung sinnvoll ist, erfahren Sie in unserem Bericht.

Vorteile einer kontrollierten Wohnraumlüftung

Eine kontrollierte Wohnraumlüftung sorgt automatisch für den regelmäßigen Luftwechsel, indem sie verbrauchte, feuchte und mit Gerüchen belastete Luft nach draußen leitet. Zeitgleich führt sie frische, sauerstoffreiche und gesunde Luft von außen zu. Durch selbstständiges, manuelles Stoßlüften erreichen Sie kein vergleichbares Ergebnis.

Eine Regulierung der Luftfeuchtigkeit ist besonders bei feuchter Außenluft kaum möglich. Zusätzlich geht viel Wärmeenergie verloren, bei längerem Fensteröffnen. Mit einem Lüftungssystem zur kontrollierten Wohnraumlüftung haben Sie einen zuverlässigen Partner an Ihrer Seite, der sich darum kümmert.

Die Vorteile einer kontrollierten Lüftung für Wohnräume auf einen Blick:

  • Abtransport sauerstoffarmer, feuchter und schadstoffbelasteter Luft
  • Zufuhr frischer und gesunder Luft von Außen
  • Luftwechsel erfolgt regelmäßig durch automatische Steuerung
  • Steigerung der Luftqualität in Innenräumen und sorgt für angenehmes Klima im Raum
  • Reduzierung des Risikos von Schimmelbildung
  • Energieeinsparung durch die effiziente Nutzung der Wärme
  • Reduzierung der Lärmbelastung von außen
  • Optimale Raumluftqualität ist besser Holzmöbel, Parkett und Einrichtungsgegenstände
  • Kostenersparnis durch gleichmäßige Raumtemperaturen
  • Hoher Benutzerkomfort durch automatische Steuerung, die auch smart integrierbar ist

 

Welche Arten Wohnraumlüftung gibt es?

Grundsätzlich gibt es zwei Arten der Wohnraumlüftung - zentral und dezentral. Beide Varianten dienen der kontrollierten Belüftung der Wohnräume. Die Wahl für eine der beiden Optionen hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Zentrale Wohnraumlüftung

Anlagen für die zentrale Wohnraumlüftung bestehen zumeist aus einem kompakten Gerät. Ausgestattet mit Ventilatoren und einem Anschluss an das gebäudeinterne Luftverteilsystem saugt die zentrale Anlage frische Luft von außen an, erhitzt oder kühlt sowie filtert diese und verteilt sie in die entsprechenden Räume.

Parallel führt die zentrale Wohnraumlüftungsanlage verbrauchte und feuchte Luft nach außen ab. Dieser Kreislauf sorgt für einen regelmäßigen Luftwechsel und eine hohe Luftqualität.

Beim Neubau eines Hauses lässt sich der Einbau einer zentralen Lüftungsanlage bereits mit einplanen. Soll im Zuge einer Sanierung ein solches Lüftungssystem nachträglich installiert werden, sind weitreichende Arbeiten notwendig. Der größte Aufwand besteht im Verlegen der weitverzweigten Lüftungskanäle in den Räumen.

Dezentrale Lüftungsanlage

Weniger baulichen Aufwand verursacht die Installation eines dezentralen Lüftungssystems. Daher entscheiden sich viele Verbraucher für diese Variante. Die Funktion ist die Gleiche wie bei zentralen Anlagen, jedoch mit weniger Arbeitsaufwand für die Installation verbunden.

Die Montage der Lüftungsgeräte erfolgt in Decken oder Wänden der Räume und gewährleistet so den kontinuierlichen Austausch der Luft. Dabei ist der Einzelbetrieb oder paarweise Betrieb möglich. Schallschutz, Luftfilterung und Wärmerückgewinnung sind ebenso wie bei zentralen Lüftungssystemen realisierbar.

Noch mehr Information zu der zentralen und dezentralen Belüftung von Räumen in Haus und Wohnung finden Sie in unserem Artikel zum Vergleich dezentraler und zentraler Wohnraumlüftung.

Wann empfiehlt es sich in bestehenden Gebäuden eine Wohnraumlüftung nachzurüsten?

In bestehenden Gebäuden lassen sich sowohl dezentrale und zentrale Konzepte zur Wohnraumlüftung verwirklichen.

Generell ist die Nachrüstung sogar zu empfehlen. Die Lüftungsanlage sorgt für einen ausreichenden Luftwechsel, auch wenn niemand zu Hause ist. Dauerhaft frische Luft, sogar bei geschlossenen Fenstern. Schlechte Gerüche, Schadstoffe und Feuchtigkeit gelangen durch die Wohnraumlüftung nach draußen und sorgt somit für ein gesundes Raumklima.

Besonders die Minimierung der Entstehung von Schimmel aufgrund zu hoher Luftfeuchtigkeit im Raum ist ein Vorteil der Lüftungstechnik für Wohnräume.

Der nachträgliche Einbau bringt aber noch weitere Vorteile mit sich. Neben des dauerhaften Luftwechsels sind die Wohnraumlüftungssysteme im Vergleich zur Fensterlüftung nur wenig lärmdurchlässig. Schadstoffe und Pollen dringen ebenso nicht in den Wohnraum ein, da integrierte Filtersysteme sie vorher abgefangen.

Auch erhebliche Einsparungen bei den Heizkosten mit einer Wohnraumlüftung sind möglich. Voraussetzung dafür ist eine eingebaute Wärmerückgewinnung. Hierbei kommt es zur Übertragung der Wärmeenergie der Abluft auf die Zuluft. Das schont zusätzlich den Geldbeutel und den Heizkessel.

Folgende Gründe sind typisch für die Notwendigkeit einer Wohnraumlüftung:

  • Gebäudehülle ist nach der Sanierung von Dächern oder Fenstern zu dicht
  • Zu hohe Luftfeuchtigkeit im Gebäudeinneren verursacht nasse Wände. Hohe Gefahr von Schimmelbildung.
  • Schutz vor dem Eindringen gesundheitsschädlicher Stoffe von außen sowie Lärm
  • Anforderungen an die bestmögliche Luftqualität im geschlossenen Raum
  • Senkung der Heizkosten durch Nutzung eine Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung

 

Wann ist eine Wohnraumlüftung Pflicht?

Die Pflicht für eine Wohnraumlüftung kann sich im Zuge einer Sanierung ergeben. Müssen bei der Sanierungen mindestens ein Drittel der Fenster getauscht oder ein Drittel der Fläche des Daches abgedichtet werden, ist der Einbau einer Wohnraumlüftung Pflicht. Die Grundlage für diese Pflicht bildet das obligatorische Lüftungskonzept gemäß DIN 1946-6 „Lüftung von Wohnungen”.

Die Erstellung des Lüftungsksonzeptes muss bei Sanierungsmaßnahmen durch einen Sachverständigen erfolgen. Der Fachmann prüft dabei das Gebäude im Hinblick auf den zirkulierenden Luftstrom. Reicht dieser nicht aus, um die entstehende Luftfeuchtigkeit auszugleichen, sind wohnraumlüftungstechnische Maßnahmen notwendig. Gleiches Verfahren ist beim Kauf von einer Bestandsimmobilie anzuwenden.

In Neubauten ist die Installation eines Lüftungssystems, auf Basis eines detaillierten Lüftungskonzeptes, heutzutage unabdingbar. Die zunehmende Dichtigkeit durch die energieeffiziente Bauweise der Gebäude ermöglicht kaum oder gar keinen Luftwechsel mehr.

Auch ist es aufgrund von Zeitmangel den meisten Bewohnern nicht möglich, sich penibel genau an die empfohlene Dauer und Häufigkeit der Stoßlüftungen zu halten. Der Bauplaner sieht in Absprache mit Ihnen vor dem Baubeginn bereits ein Lüftungssystem vor.

Sprechen Sie den Lüftungsexperten in Ihrer Umgebung an und er unterstützt Sie bei Ihren Fragen rund um die Wohnraumlüftungspflicht.

Gibt es eine Förderung?

Der Staat unterstützt Sie als Verbraucher bei der Anschaffung einer Lüftungsanlage mit der Förderung für Wohnraumlüftung. Handelt es sich um einen Neubau, kann die Finanzierung der Kosten für den Einbau mittels eines Kredites zum energieeffizienten Bauen erfolgen.

Im Falle einer Immobiliensanierung stehen Ihnen verschiedene Optionen für Zuschüsse oder günstige Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW zur Verfügung.

Folgende Programme sind aktuell verfügbar:

  • Programmnummer 430 - Investitionszuschuss für Einzelmaßnahmen

Einmaliger Zuschuss für 20 Prozent der Sanierungskosten für eine Lüftungsanlage. Der Höchstbetrag liegt bei 10.000 Euro pro Wohneinheit.

  • Programmnummer 152 - Kredit für Einzelmaßnahmen

Zinsgünstiges Darlehen (0,75 Prozent) bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit für Einzelsanierungsmaßnahmen wie zum Beispiels eine Lüftungsanlage. Ebenfalls kann ein Tilgungszuschuss in Höhe von 20 Prozent der Kreditsumme (max. 10.000 Euro) gewährt werden.

  • Programmnummer 151 – Kredit für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus

Zinsgünstiges Darlehen (0,75 Prozent) für Hausbesitzer bis zu 120.000 Euro pro Wohneinheit. Zusätzlicher Tilgungszuschuss bis maximal 40 Prozent (höchstens 48.000 Euro) der Kreditsumme. Prozentsatz ist von der Einstufung des KfW-Effizienzhaus-Niveaus abhängig

 

Im Sanierungsfall muss der Bauantrag beziehungsweise die Bauanzeige des bestehenden Gebäudes vor dem 1. Februar 2002 erfolgt sein. Zuschüsse und Darlehen für energieeffiziente Neubauten im Allgemeinen sind ohnehin separat geregelt.

Die zinsgünstigen Darlehen stehen jedem Antragsteller im Rahmen einer energetischen Haussanierung zur Verfügung. Die Förderung für die Wohnraumlüftung können Sie für die Installation einer zentralen Abluftanlage erhalten. Voraussetzung für die Zusage der Förderung ist, dass die Abluftanlage auf die Konzentration hinsichtlich Feuchte, CO2 und Mischgas im Haus anspricht.

Die Zuschüsse der KfW stehen allerdings nur Besitzern oder Käufern von Ein- beziehungsweise Zweifamilienhäusern und Eigentümergemeinschaften, bestehend aus Privatpersonen, zur Verfügung. Der Antrag kann für dezentrale und zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und kompakte Geräte auf Basis einer Wärmepumpe gestellt werden. Der Zuschuss für Kompaktgeräte erfolgt nur, wenn das Haus mindestens die Voraussetzungen für ein KfW-Effizienzhaus 100 erfüllt.

Für alle Anträge von Fördermitteln ist zu beachten, dass sie 1) gemeinsam mit einem Energieberater zu stellen sind und 2) in jedem Fall vor Baubeginn erfolgen müssen.

Fazit

Die Lüftung von Wohnräumen ist absolut notwendig. Wir Menschen benötigen frische und schadstoffarme Luft zum Atmen. Verschiedene Arten von Lüftungsanlagen sorgen heutzutage für einen automatischen Luftwechsel und gewährleisten somit eine dauerhaft hohe Luftqualität. Dabei stehen Ihnen zentrale und dezentrale Variante zur Verfügung. Für welche Option Sie sich entscheiden, hängt von der baulichen Situation sowie Ihren persönlichen Anforderungen ab.

Mithilfe eines fachmännisch erstellten Lüftungskonzept erfahren Sie, ob die Installation einer Wohnraumlüftung für Sie verpflichtend ist. Bei Neubauten sind Lüftungssysteme bereits automatisch in der Planung vorgesehen. Besprechen Sie mit dem Sachverständigen für das Lüftungskonzeptes auch die Möglichkeiten der Förderung für die Anschaffung der Wohnraumlüftung inklusive dem Einbau.

Empfehlenswert ist die Installation eines Lüftungssystems zweifelsohne. Der regelmäßige und automatische Luftwechsel sorgt für hygienische Raumluft und trägt positiv zum Raumklima und Wohnkomfort bei. Allergiker freuen sich über weniger Pollen und Hausstaub in der Wohnung. Zusätzlich trägt die kontrollierte Wohnraumlüftung nachhaltig zum Schutz der Bausubstanz bei.